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Im Himmel ist die Hölle los

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Etzenrot, du Perle von Waldbronn

Das Märchen vom Rotkäppchen erzählten die Etzemnroter Frauen völlig neu

Alle zwei Jahre lädt die Katholische Frauengemeinschaft Etzenrot zu einem Faschingsabend ein. In diesem Jahr galt: "Im Himmel ist die Hölle los". Musikalisch trugen den Abend Harald und Manfred Jung mit zahlreichen Schunkelrunden, Mathias Neumann begleitete die Akteurinnen auf der Gitarre. Als Gäste steuerte eine Gruppe der "Flying Petticoats" zwei Tänze bei.
Zunächst waren zu Beginn drei Engel auf der Bühne, bald aber war es eine große Zahl himmlischer Heerscharen, die zu "Sternenhimmel" tanzten. Die "Promis" im Saal wie Bürgermeister Franz Masino –so weiß wie mir können nicht alle sein, es müssten auch ein paar Rote rein- Pfarrer Torsten Ret oder Pastoral-Assistent Thomas Ries begrüßten sie musikalisch und stellten die Temperaturskala auf den Kopf mit dem Lied "In der Hölle ist's uns viel zu kalt, wo mir Frauen immer eisige Füß' haben". Dabei loderte, wie sich herausstellen sollte, in ihnen eine Fastnachtshöllenglut.

Anja Dalmus in der Bütt als himmlischer Taxifahrer

Danach ging es Schlag auf Schlag: Anja Dalmus und Ute Schulz sorgten sich als Rot-Kreuz-Helfer um die Gesundheit der Gäste vor allem um die Leber der Närrinnen im Saal. Eine sprechende Waage entdeckten Annette Ochs und Ros Scheck auf dem Etzenroter Bahnhof und hielten so lange Zwiesprache, bis ihr Zug abgefahren war. David Makowsky brachte als Popstar aus Frankreich engagiert Ohrwürmer zu Gehör. Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann, dieses Sprichwort musste Bauer Gerhard Anderer beim Einsähen seines Ackers erfahren, denn jede der Vorbeikommenden hatte einen anderen Ratschlag, was er säen sollte.

Mit zwei Tänzen trugen Mitglieder des Rock'n'Roll-Clubs zum Gelingen des Abends bei

Es folgte eine Modenschau. Rosi Linder, Annette Ochs, Ros Scheck und Ute Schulz trugen schicke Sackmode, die zudem alle Probleme mit der Figur löst. Als Fahrer eines Himmelstaxis sorgte Julia Dalmus für Heiterkeit aus der Bütt. Die verbogene Amtskette des Bürgermeisters, ein joggender Pfarrer und noch mehr schier unglaubliche Begebenheiten hatten die "Etzeredder Rätsche" Elke Anderer, Rosi Linder, Annette Ochs, Michaela Reiser, Ros Scheck und Ute Schulz in ihrem psalmodierenden Ton zu berichten.
Erlebt haben muss man Annette Ochs und Rosi Linder als Sofie und Kättche auf ihrer Walking Runde, die sich auch als Omas noch fit hielten, "man weiß ja nie, wem man so alles begegnet", erkannten glasklar, "die Liebe ist das Licht des Lebens und in der Ehe kommt die Stromrechnung". Ihre Urlaubspläne endeten in dem Seufzer: "In Etzenrot regnet es billiger". Da Waldbronn zum Sonnenblumendorf werden soll, dichteten sie flugs: "Etzenrot, du strahlend Sonn', du Perle von Waldbronn" und fügten diese Zeilen in ein Etzenroter Lied auf die Melodie des Badnerlieds ein. Auf neue Art erzählte die Frauengruppe das Märchen vom allerliebsten Rotkäppchen Annette Ochs und dem gar nicht so bösen Wolf Gerhard Anderer, der ungewollt große Probleme mit seinem Fell hatte. Als Mutter wirkte Elke Anderer mit, als fescher Jäger Rosi Linder und als Großmutter Ros Scheck, den Wolf erlegte mit dem Gablerstapler schließlich Lea Hegner.

Annette Ochs und Rosi Linder (von links) bei ihrer Walking-(Talking)-Runde

Das Finale vereinte nochmals alle närrischen Akteurinnen auf der Bühne und Frontfrau Annette Ochs stellte unter dem Beifall der Zuhörer fest: "Nur durch eine gelebte Gemeinschaft kann ein solcher Abend gelingen!" Positiv auch, dass der gesamte Erlös, bei freiem Eintritt wurde um eine Spende gebeten, sozialen Zwecken zufließt.

 

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