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 02 Verlegung Kreisstraße

Kreisstraßenverlegung ohne überörtliche Bedeutung

Wohl gestorben ist die Verlegung der Kreisstraße 3561, die ab dem Knoten bei der Gärtnerei die Stuttgarter Straße entlasten soll. Erste Überlegungen zu dieser Straße datieren zurück in die 80er Jahre. Aktuell wurde das Ganze in diesem Jahr, als der Landkreis ein Verbleib des Projekts im Investitionsprogramm nach fast 20 Jahren nur dann für möglich hielt, wenn die verkehrliche Bedeutung der Kreisstraßenverlängerung durch ein neues Verkehrsgutachten belegt werde. Weiter müsse der Gemeinderat durch Beschluss politisch bestätigen, dass der Kreisstraßenbau noch gewünscht sei.
Diese Verkehrsanalyse, beauftragt hatte die Gemeinde damit das Büro PTV GROUP. Die Ergebnisse stellten jetzt Alexandra Roos und Gunther Kesenheimer im Gemeinderat vor. Untersucht wurden die Auswirkungen der Kreisstraßenverlegung und die Überprüfung der überörtlichen Verbindungsfunktion. Bei der mit vielen Grafiken unterlegten Präsentation kam das Büro zu dem Schluss, dass die Verlegung hauptsächlich lokale Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung in Waldbronn hat. Eine überörtliche Verbindungsfunktion lässt sich nach Meinung des Büros nicht erkennen, da keine nennenswerten Anteile an Durchgangsverkehr auf der neuen aufgezeigt werden können.
Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW) fasste an die anwesenden Bürger gewandt zusammen: "Wir haben eine gute Chance, dass die drei Meter hohen Schallschutzwände nicht gebaut werden müssen!" Joachim Lauterbach (CDU) stellte fest, dass die Straße eine "ureigenste lokale Angelegenheit" ist und für den Landkreis keine Bedeutung hat. Dennoch wollte Klaus Bechtel (SPD) die Planung weiter verfolgen, da die Verlagerung "evident" ist. Kommentar dazu von Joachim Lauterbach: "Bleibt nur die Frage: Wer soll das finanzieren?"
Den Blick in die Zukunft richtete Roswitha Bichler (CDU) mit der Frage: "Was geschieht jetzt?" Wenn die Gemeinde die Finanzierung allein schultern soll, geht das nur durch Erschließungsmaßnahmen. Manfred Hübscher (CDU) warnte davor, den Verkehr aus der Stuttgarter Straße zu verlegen.
Das Resümee zog dann unwidersprochen Bürgermeister Franz Masino: "Wir sind uns einig, dass der Kreis nicht zahl, da die Straße keine überörtliche Bedeutung hat. Damit ist die Verlegung als Kreisstraße gestorben!"

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