Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
12.873.204

Volltextsuche



 

 02 Zeozweifrei im Quartier

zweozweifrei in Etzenroter Quartier

Auf dem Luftbild sind die ungefähren Grenzen des Quartiers in Etzenrot eingezeichnet.


Für einen Teilbereich in Etzenrot soll ein Quartierkonzept für energetische Sanierungsmaßnahmen und für eine dezentrale Energieversorgung erstellt werden. Birgit Schwegle von der Energieagentur Bretten stellte jetzt dem Gemeinderat das Konzept vor, das letztlich einstimmig gebilligt wurde. Auf die Gemeinde entfällt dabei ein Planungskostenanteil von 12.500 Euro, gleich 15 Prozent. Die Gesamtausgaben von 83.000 Euro werden zu fast zwei Dritteln vom Förderprogramm "Energetische Stadtsanierung" der KfW und vom Projektpartner Erdgas Südwest zu 20 Prozent getragen.
Birgit Schwegle stellte zunächst das hinter dem Begriff zeozweifrei stehende Konzept dar. Danach soll der Landkreis Karlsruhe seinen Energiebedarf komplett ohne CO2-Emissionen mit erneuerbaren Energien decken. Die Klimaschutzmaßnahmen sollen über Schulprojekte, einem Grob-Check der Gebäude und Bürgerberatung erreicht werden.
Das Quartier im Ortsteil Etzenrot, das Birgit Schwegle vorstellte, um fasst 209 Wohngebäude und die Waldschule, die allerdings außerhalb der Quartiergrenzen liegt. Die Gebäude wurden in der Mehrzahl zwischen 1960 und 1980 erbaut und werden elektrisch beheizt, wie es der Bebauungsplan damals vorschrieb. In diesem Quartier sollen zunächst die Einsparpotenziale ermittelt werden. Das Projekt, getragen von der Gemeinde in Kooperation mit der Umwelt- und Energieagentur und gefördert durch die KfW-Bank, richtet sich an Eigentümer und Mieter von privaten, gewerblichen und kommunalen Gebäuden.
Wichtig sei, dass für das Projekt präzises Datenmaterial vorliege, das Auskunft gebe über Gebäudealter, Energiebedarf, Alter der Heizung, Interesse an einer Energieberatung und Nahwärmeversorgung gebe.
Warum gerade Etzenrot wollte Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW) wissen und fragte nach der Akzeptanz. Das Quartier wurde ausgesucht, so Bürgermeister Franz Masino, weil dort flächendeckend Elektroheizung vorgeschrieben war. Das Konzept, so Schwegle, sei ein Angebot. Ob etwas davon umgesetzt werde, könne jetzt noch niemand sagen. Das Quartierkonzept sei eine Grundlage, die aber verfeinert werden müsse. Dafür sprach sich Marianne Müller (SPD) aus. Problematisch könne es aber mit der Altersstruktur werden. Ob Nachtspeicheröfen nicht auch gute Zwischenspeicher seien, warf Peter Buss (Bündnis 90/Die Grünen) ein. Speichern sei schon notwendig, entgegnete Schwegle, aber nicht mit veralteter Technik. Angelika Demetrio-Purreiter (FW) hoffte, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen und fragte nach dem Zeitfenster. Wenn es in Etzenrot gut laufe, solle möglichst bald ein neues Quartier in Angriff genommen werden. Die Beratung laufe in den Wintermonaten an.

Zur Tagesordnung>>

[<< Übersicht] [<<01 Bekanntgaben] [03 Waldschule Etzenrot>>]